Über was soll man schreiben, wenn man nicht weiss, was man schreiben soll? Genau. Darüber. Heute schreibe ich über meine erste offizielle Schreibblockade. Ein weiteres Erstes Mal in meiner, doch noch jungen, Lebensgeschichte.
Eigentlich bin ich jetzt schon fertig, denn es fällt mir nichts annähernd intellektuell anregendes oder überhaupt erwähnenswertes mehr ein. Doch ich gebe nicht auf und begebe mich deshalb in die Problemanalyse, also gehe somit den Ursachen meines Kreativitätsstaus auf den Grund. Ich habe auch schon eine leise Vermutung woher dieser stammt; und das ist nicht wie manch einer jetzt sicher behaupten möge von meiner Zahnpasta. Aufgrund des darin enthaltenen Fluors soll die Zahnpasta anscheinend mein drittes Auge im Gehirn austrocknen und so meine Kreativität zerstören. Nein, ich behaupte es kommt von meinem kürzlichen Selbstversuch: Meinem selbstauferlegten Kaffeeverbot. Ich habe von durchschnittlich vier Tassen Kaffee pro Tag auf null Tassen reduziert. Neun lange Tage, minus ein kleiner Espresso, habe ich die Qual schon ausgehalten. Und ich bin stolz darauf, dass ich dabei keine unkontrollierten Ausbrüche zu verzeichnen habe. Erstaunlicherweise, hat sich mein Bedürfnis nach Kaffee gleichzeitig mitreduziert. Und ich dachte das geschähe alles ohne Nebenwirkungen – tja falsch gedacht. Mein drittes Auge ernährt sich nämlich von Kaffee und ist nun akut am verhungern. Mir bleibt also nur die Wahl zwischen Kaffee zum Frühstück oder einer Schreibblockade – tough call.