Mittwoch, 31. März 2010
Mittwoch, 17. März 2010
Ritsch, Ratsch - Autsch!
Heute war ich beim Brazilian-Waxing. Nach drei Anläufen mit spontanem Kneifen, habe ich mich nun endlich getraut. Verdammte Scheisse tut das Weh. An gewissen Stellen ganz besonders. Dann fühlt es sich in etwa so an, als würde sie dir den gesamten Genitalbereich wegreissen. Eine Wurzelbehandlung ohne Narkose stelle ich mir angenehmer vor. Die Kosmetikerin kann dann noch so eine nette Dame sein mit der man wunderbar tratschen kann. Sie wird automatisch bei jedem Wegreissen eines Streifens kurzzeitig zu einer blöden Schlampe. Vielleicht bin ich ein wenig schmerzempfindlicher als andere, aber ich habe dabei sogar eine Erfahrung mit Gott gemacht. Nämlich: Es kann ihn gar nicht geben. Der wäre nämlich bestimmt so fortschrittlich, dass er alle Frauen heutzutage ohne lästige Haare an unnötigen Stellen auf die Welt kommen lässt. Die lassen diese dann eh wieder entfernen. Selbst wenn sie dabei Schmerzen in Kauf nehmen müssen, sie bezahlen auch noch dafür. Und Schmerz ist nicht Gottes Wille, soviel ich weiss, sollte es zumindest nicht sein. Und dass Haare zum Schutz da sein sollen, ist uns Scheissegal. Diese Dinger müssen weg. Alle. Ohne Ausnahme. Und mit allen Mitteln.
Also falls es dich, lieber Gott, wider meiner momentanen Vorstellungskraft, doch geben sollte, sei so nett und verschone zumindest alle neugeborenen Mädchen von diesen lästigen Taugenichtsen an allen unerwünschten Stellen. Wir brauchen nur die auf dem Kopf. Die Augenbrauen und Wimpern kannst du uns natürlich auch lassen. Das würde sonst ein bisschen komisch aussehen - sehr komisch sogar.
Mittwoch, 3. März 2010
Flieg Vogel flieg
Fliegen war noch nie meine Lieblingsbeschäftigung, obwohl ich als Kind oft geflogen bin. Zwar nicht in die Ferien jedoch über Stühle, Spielzeug, in Türen, auf meine Füsse, auf die Fresse. Ich könnte mir vorstellen, dass dort die Wurzeln meiner Flugangst liegen. Schliesslich war Fliegen bisher meist mit einer Bruchlandung verbunden. Wieso soll ich mich also in einen Flieger setzen, der sowieso abstürzt, und das noch freiwillig? Ich weiss, dass in der Statistik Tod durch eine Kokosnuss wahrscheinlicher ist, als durch einen Flugzeugabsturz. Aber um von einer Kokosnuss erschlagen werden zu können, muss ich zuerst fliegen, weil die Viecher hier dummerweise nicht wachsen wollen wie zum Beispiel Kastanien, die zwar auch ein gewisses Gewicht haben, aber nicht mein Ableben verursachen können. Ich trage also mit einem Flug zur Kokosnuss ein doppeltes Risiko, ergo die Statistik kann mich mal.
Worauf ich aber eigentlich hinaus will ist, in zwei Tagen fliege ich wieder und diesmal wohin, und nicht wodrauf. Ich gehe auf den Abschlusstrip mit dem Studium. So schnell mal eine Woche Thailand mit eintägigem Zwischenstopp in Dubai ist angesagt. Tourismus Studenten haben es schon schön. Meine Grossmutter würde jetzt sagen: „Auso zu üsere Zyt si mr is Ämmitau ga brätle, flüge hei mr üs gar nid chönne leischte, s isch auso scho nümm s glichä.“ Ich mir auch nicht, Grosi, aber der Trip nach Thailand ist obligatorisch. Ich muss also mit – schön doof.
Meine anerzogene Flugangst hätte ich übrigens locker in den Griff bekommen, wären da nicht die Vorlesungen der letzten beiden Wochen gewesen. Thema: Krisenmanagement von Airlines. Auf diesem Weg noch ein grosses Dankeschön an die Modulleitung. Schöne Bilder und Videomaterial haben Sie uns da gezeigt, nur doof dass Ihre Statistiken in unserer subjektiven Wahrnehmung danach leider nicht mehr so viel zu sagen hatten. Wie auch immer, ich werds überleben, so oder so, entweder one step further oder six feet under.